Einsam

Am liabstn bleibat i dahoam
bei einem Weda, so wia heit,
an Reng und d’Kältn scheich i hoit
und hob do dro koa Freid.

Dahoam aba, bin i alloa
und konn mit neamd net reen,
do foit ma Decka aufn Kopf
geh liaba naus in Reng.

Vielleicht triff i an Freind vo mia
dems ebba aa so geht,
der d’Einsamkeit genauso gspürt
nach dem koa Hahn net kräht.

Mei Wei is vor mir wegagstorm
mei Bua, as oanzig Kind,
jetzt bin i gar a so alloa
koan Anschluss i net find.

Doch hoit, wos is mit dem Verein
bei dem i früher war,
de Kurz und s’Hiatl hätt i no
soi i moi higeh gar?

I hock mi zu de Oidn hi
und hobs aa net bereit,
denn tanzt und gjuchazt werd do dort
und lustig san de Leit.

Und glei kriagts Leem an andern Sinn
jetzt bin i wieder wer
I hoff, dass i no recht lang leb
wos wui i denn no mehr.

Hans Lehrer