Sommer

De Monat’, de koa “r” net ham
lieng in a schöna Zeit,
im Mai scho is de Luft so warm
da Sommer is net weit.

D’ Natur, de wachst mit Gottes Seng
da Tog is jetzt ganz lang,
doch d’Zeit vergeht, sie bleibt net stehn
vor’m Winter is ma bang.

Des erste Hei is scho herin
wia’s duft’ - es is a Freid,
zur Arnt is aa nimma weit hin
so werkln hoit de Leit.

Kimmt d’Sommerfrisch, bleib i dahoam
roas net in d’Welt hinaus,
denn tausch’n möcht’ i do mit koam
mi ziagt’s auf d’Berg hinauf.

Ois Trachtler hob’ i vui zum doa
bleib vo koam Gaufest weg,
geh’ woifahrt’n noch Birkastoa,
Andechs, Maria Eck.

I bin im Sommer vo meim Lem
do g’freit mi jeda Tog
g’spür i an Herbst aa scho a weng
denk’ i no an koa Plog.

Und kimmt da Sansnmo zu mia
und schlogt mei letzte Stund’,
so glaab i an a Sommerblia
de nimma end’n kunnt.

Hans Lehrer


Hans Lehrer · 26.06.2003

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