Herbst

Frühling, Sommer sind vorüber,
Herbst zieht wieder in das Land,
müd’ geworden sind die Glieder,
leise zittert meine Hand.

Denke an die schönen Tage,
wo der Saft im Baume stand,
wo noch nicht des Alters Plage
mich in schlechter Laune fand.

Denke auch an jene Zeiten,
wo ich unbekümmert gar,
auf der Welt der großen, weiten,
überall zu Gaste war.

Warum steht die Zeit nicht stille,
in des Frühlings holder Welt,
warum ist es Gottes Wille,
dass er diesen Stamme fällt?

Hans Lehrer