Lichtermeer

Ein Wort nur sprich in dieser Stund’
und meine Seele wird gesund.
Mag dieses Wort auch Tadel sein,
so bist Du dennoch ewig mein.

Das Grab, in dem ich lag, ist leer
geblendet von dem Lichtermeer
sah ich Dich in der Ferne steh’n
und lässt mich holde Gärten seh'n.

Dein Zorn in Gnade sich ergießt
und banges Hoffen in mir sprießt,
gestärkt durch Furcht, gleit’ ich empor
verharre still vor Deinem Tor.

Tauch ein ins Meer der Liebe dann,
dem meine Seele einst entsprang.
Dort gibt es keine Trennung mehr,
im ungeschaff’nen Lichtermeer.

H. L.