Schönfelder Impressionen

(Hans Lehrer)

I love you, too ...

I love you, too - - - - vier Worte nur,
die mich zutiefst bewegen.
Mein Herz, es hämmert in der Nacht,
der Schlaf will sich nicht regen.

Und dennoch seh’ ich dich im Traum,
wie du mir nahe bist
und wie dein liebevoller Mund
heiß meine Lippen küsst.

Ich blick’ empor zum Sternenzelt,
hab’ einen Wunsche frei,
dass ich mit dir dort oben einst,
ewig vereinigt sei.

Versprechen

Behutsam zueinander sein,
mit ehrlichem Gefühl
und einer Seele klar und rein
dir stets ich dienen will.

Nicht kränken möcht’ ich dein Gemüt,
verletzen gar dein Herz,
auch wenn die Rose Dornen trägt,
mög’ plagen dich kein Schmerz.

Es ist der Duft des Augenblicks,
der beide uns betört
und dennoch weiß ich es gewiss,
die Liebe uns gehört.

Trennungsschmerz

Der Trennungsschmerz wird immer stärker,
die Freude schwindet mehr und mehr.
Warum nur konnt’ ich dich verlassen,
das zu begreifen, fällt mir schwer.

Nicht ohne dich mehr sein zu können,
ist ein Gefühl, das ich verspür.
Es sind die zarten Liebesbande,
Nicht nur des Körpers geile Gier.

Auf der Suche

Ein Lebtag suchte ich nach Liebe,
und fand nur Sex, nicht Zärtlichkeit,
befriedigte stets meine Triebe,
mein Herz war nicht zu mehr bereit.

Jetzt endlich habe ich gefunden,
Amor, der mir das alles gibt,
Hingabe, Leidenschaft, erfüllte Stunden
und der mich auch ein bisschen liebt.

Schicksalsfrage

Inmitten einer Blumenwiese
seh’ ich der Blüten Blätterkranz,
zu gerne möchte ich es wissen,
ob er mich nicht liebt, oder ganz.

Das erste Blatt, das ich entreiße,
tut kund mir, dass er mich wohl liebt,
das zweite Blatt in meinen Händen,
dass er die Liebe mir nicht gibt.

So spielt ein jedes Blütenblatte
mit meinem innigsten Verlangen,
das letzte Blatt jedoch besagt,
um seine Lieb’ muss ich nicht bangen.

Maßliebchen

In einer kalten Winterlandschaft,
blüht ein gar zartes Blümelein,
Maßliebchen möchte ich es nennen,
mit seinen Blättern hold und fein.

Ich weiß die Liebe wohl zu schätzen,
die es durch seinen Duft verströmt,
doch allerdings gering in Maßen,
damit man sich daran gewöhnt.

Es möchte nicht gepflücket werden
und fürchtet gar der Schuhe Tritt,
die seinen Lebensraum verletzen,
das ist des Blümleins große Bitt’.

Entzückt verweilt auf ihm mein Auge,
berühre es mit meinem Mund.
Ich schöpfe Lust und neue Hoffnung,
saug Nektar aus dem Blütengrund.