Gerechtigkeit

In Gottes Hand ruht unser Schicksal,
und unsre Freiheit ist beschränkt,
noch eh’ wir auf die Welt gekommen,
hat unsre Schritte er gelenkt.

Dem einen schenkt er Glück und Reichtum,
dem andern Elend gar und Not,
doch eines haben wir gemeinsam,
die Bitte um das täglich’ Brot.

Was wir bei Gott sehr oft vermissen,
ist menschliche Gerechtigkeit,
für ihn die Pflicht zu übernehmen,
gab er ein Leben lang uns Zeit.

Ein Sprichwort hilft uns dabei weiter:
“Was du nicht willst, das man dir tu”,
und nimm dir diesen Satz zu Herzen,
“das füg’ auch keinem andern zu!”

Hans Lehrer