Stunden

Stunden, sie kommen und gehen
und sind das Maß für die Zeit,
bergen viel Glück und Freude,
bescheren zuweilen auch Leid.

Groß ist die Anzahl der Stunden,
die uns ein Leben beschert,
meist zählt sie ja nur der Arme,
der Reiche verkennt ihren Wert.

Seitdem auf die Welt ich gekommen,
verrinnt die Zeit wie im Flug,
gut fünfhunderttausend Stunden
schlugen bei mir schon zu Buch.

Doch schließt sich das Buch des Lebens
und bleiben die Zeiger bald steh’n,
denk ich an vergangene Stunden,
in denen so viel ist gescheh’n.

Dann folgen die Stunden der Ruhe
im dunklen, stillen Grab
und banges Hoffen ergreift mich,
ob Warten gelohnt sich hat.

Hans Lehrer