Verflucht

Was eingefädelt ihr mit Tücke,
zu morden seinen guten Ruf,
zerreißen mög' es euch in Stücke
und Gott bereut, dass er euch schuf.

Ihr habt die Ehre ihm genommen,
sein Leben habt ihr fast zerstört,
die Tat soll euch nicht gut bekommen,
sogar der Himmel ist empört.

Als Kinderschänder habt ihr ihn,
gezerrt vor das Gericht
und keinen Augenblick bedacht,
dass das sein Herze bricht.

Ich glaub' an die Gerechtigkeit
und an den Fluch, der euch verfolgt,
mit Lügen kommt man nicht sehr weit,
denn Gott ist's, der euch grollt.

Die Rache aber, spricht der Herr
ist mein von Anfang an
und einst beim großen Endgericht,
da seid ihr alle dran.

Und wie beim Wildschütz Jennerwein
wird diese Tat gesühnt,
des Höllenfeuers große Pein
den Ehrabschneidern blüht.

Hans Lehrer