Armer Schmetterling

Wie gewonnen, so zerronnen
ist der Liebe zarter Strom,
der im Herzen leis’ versickert
und zurück lässt Schmach und Hohn.

Will den Schmetterling nicht halten,
der von Blüte fliegt zu Blüt’,
seinen Trieb nicht unterbinden,
wenn die Gier lähmt sein Gemüt.

Will die Freiheit ihm belassen,
die von kurzer Dauer ist,
wenn für einen Flügelschlage
unsre Liebe er vergisst.

Lieb’ und Flügel sind zerbrochen
und in Scherben liegt das Glück,
merk’ dir armer Schmetterling,
keinen Weg gibt es zurück.

H.L.