Gedanken

Gedanken sind es, die sich regen
wenn ich des nachts im Bette lieg,
wie Wolken, die am Himmel segeln,
verfolge still ich ihren Weg.

Es sind die Seelen, die dort wandern
und aus der Ferne mich erspäh’n
Oh bleibt die Nacht bei mir zu Gaste,
ich möchte euch im Traume seh’n.

Will mit euch fliegen bis zum Throne,
der gleißend glänzt im Mondenlicht
und möchte fragen Gottes Sohne
ob er mit einem Sünder spricht.

Wie einst, als er noch weilt’ auf Erden
und Menschen gerne zu sich rief,
um sie zu segnen und zu trösten,
weil Zucht und Ordnung sie verstieß.

Jetzt kehrt auch bei mir Ruhe ein
und mit ihr kommt der Schlaf,
der mich die Welt vergessen lässt
und auch die Furcht vor Straf‘.

Hans Lehrer