Rosen der Erinnerung

In einem Garten voller Rosen
wandelte ich im Mondenschein,
spürte den Duft auf meinen Lippen,
atmete ihn begierig ein.

Berauscht lenkte ich meine Schritte
zu einer Bank am Wegesrand,
auf der ein wunderschöner Jüngling
mir zärtlich winkte mit der Hand.

Ich ließ mich nieder neben ihm,
berührte seinen Schoß
und küsste seinen Rosenmund,
die Lieb’ zu ihm war groß.

Wir tauchten ein im Blütenmeer,
vergaßen Ort und Zeit,
die Rosen gibt es längst nicht mehr,
nur noch der Dornen bittres Leid.

Hans Lehrer