Asche im Hut

Erloschen ist das Feuer,
verglommen ist die Glut,
die Asche wird gehütet,
in einem Trachtenhut.

Noch schmückt ihn eine Blume,
mit der er einst verziert,
doch lässt den Kopf sie hängen,
weil in der Nacht sie friert.

Sie sehnt sich nach der Sonne,
nach längst vergangner Zeit,
in der ihr grüner Scheibling
so gern’ war bei den Leut’.

Verstaubt liegt er im Kasten,
verwelkt ist auch der Schmuck,
sitzt nicht mehr auf dem Kopfe,
erzeugt auch keinen Druck.

Auch er wird einst begraben,
und mit ihm die Idee,
denn alles ist vergänglich,
und nichts tut dann mehr weh.

Hans Lehrer