Elternhaus

Geborgen fühle ich mich dort,
wo ich als Kind schon war,
im Elternhaus am Rand’ der Stadt,
da ist es wunderbar.

Ein jeder Raum ist mir vertraut
und birgt Erinnerung,
hier fühle ich mich nie allein,
die Wände sind nicht stumm.

Ich höre, wie die Mutter spricht,
schon längst lebt sie nicht mehr,
vom Vater träum’ ich ab und zu,
als wäre er noch hier.

Die Schwester sitzt mit mir am Tisch,
sie ist seit langem tot,
so ist ein jeder mir ganz nah
und hilft mir aus der Not.

Was wird aus meinem Elternhaus,
wenn ich einst nicht mehr bin?
Wenn Fremde gehen ein und aus,
zieht es mich nicht mehr hin.

Den Frieden finde ich im Haus,
von dem einst Jesus sprach,
dort gibt es Wohnungen genug
und ewig hält das Dach.

Hans Lehrer