Das Rad

Wer das Rad hat einst erfunden,
war bestimmt ein kluger Mann,
Räder drehen sich im Winde,
das Rad die Zeit bestimmen kann.

Räder fahren auch viel schneller,
als die Füße können geh’n,
man hat mehr davon im Leben,
sich auf Rädern umzuseh’n.

Räder dürfen niemals rollen,
für des Größenwahnsinns Sieg,
sie sind auch nicht zu missbrauchen,
für Vernichtung oder Krieg.

Jeder will in seinem Leben,
auch am Glücksrad einmal dreh’n,
unter Räder gar zu kommen,
ist für keinen wirklich schön.

Läuft nicht alles rund im Leben,
steh’n die Räder plötzlich still,
dreht die Erde sich auch weiter,
weil es Gott so haben will.

Hans Lehrer