Lichter

Der Tag neigt sich dem Ende zu,
die Arbeit ist getan,
bevor die lange Nacht beginnt,
zünde ein Licht ich an.

Das Licht, es möge leuchten mir,
in alle Ewigkeit,
das Öl, damit es auch gut brennt,
hole ich mir noch heut’.

Ich warte nicht, bis man für mich,
ein Lichtchen hat entfacht,
das auf der Seelenwanderschaft,
den Weg mir leichter macht.

Ich will, wie jene Jungfrau einst,
auch nicht so töricht sein,
dass bei der Ankunft unsres Herrn,
erloschen ist der Schein.

Das Öl für diese Lampe heißt,
Liebe und Menschlichkeit,
ich kaufe reichlich davon ein,
der Weg der Finsternis ist weit.

Hans Lehrer