Vier Winde

Kalte Winde weh’n von Norden,
ihnen folgen Schnee und Eis,
alles Leben scheint erloschen,
Grün verwandelt sich in Weiß.

Trockene Winde weh’n von Osten,
bringen gutes Wetter mit,
wolkenlos der blaue Himmel,
heitert auf jedes Gemüt.

Feuchte Winde weh’n von Westen,
haben Regen im Gepäck,
Erde wäre am Verdursten,
wenn es ihn nicht manchmal gäb.

Warme Winde weh’n von Süden,
bringen uns den Sonnenschein,
voller Sehnsucht seufzt die Seele,
könnt’ es so nicht immer sein?

Ohne Wind gibt es kein Wetter,
unsre Erde wäre tot,
eine Sorge weniger,
hätte dann der liebe Gott.

Hans Lehrer