Winterangst

Wenn im Herbst die Blätter fallen,
Vögel in den Süden zieh'n,
Nächte immer länger werden,
dann ist alles am Verblüh'n.

Sind die Felder abgeerntet
und das Vieh nicht auf der Alm,
steigt aus den Kaminen wieder,
Luft verpestend, grauer Qualm.

Allgemein herrscht Langeweile,
weil man nicht nach draußen geht,
sondern sorgenvollen Blickes,
hinter der Gardine steht.

Bringt der Winter große Kälte
und dazu noch Eis und Schnee,
leiden Mensch und Tier darunter,
tut den Armen furchtbar weh.

Kleiner Trost sind frohe Feste,
Weihnachten und Neues Jahr,
lustig geht es zu im Fasching,
mit Kostüm und falschem Haar.

Winter dauert viel zu lange,
Sommer geht so schnell vorbei,
wieder wartet man mit Sehnsucht,
auf den Wonnemonat Mai.

Hans Lehrer