Lebensbaum

Der Lebensbaum

Wenn die Schatten länger werden,
bald zu dämmern es beginnt,
streicht über die Stoppelfelder,
sanft der kühle Abendwind.

Immer öfters sucht der Wandrer,
unterm Lebensbaume Rast,
müde senken sich die Zweige,
ob des Lebens schwerer Last.

Längst verblüht sind alle Träume,
alle Früchte aufgezehrt,
zweifelnd stellt er sich die Frage,
hat das Ganze einen Wert?

Neue Kraft kommt aus den Wurzeln,
die in Gottes Erde ruh'n,
aus dem Stamm des Lebensbaumes,
ist geworden Gottes Thron.

Hans Lehrer