Wiederkehr

Wiederkehr

Viel Wasser läuft den Berg hinunter,
und umgekehrt niemals hinauf,
wer älter ist, wird nicht mehr jünger,
ein jeder nimmt es schlicht in Kauf.

Doch heimlich hege ich die Hoffnung,
Unmögliches wird dennoch wahr,
zurückzukehren auf die Erde,
in Mutters Schoß, der mich gebar.

Dazu gehört ein fester Glaube,
der Berge auch versetzen kann
und mir die Jugendzeit zurückbringt,
davon träum' ich als alter Mann.

Der Frohsinn und das schöne Wetter,
sie haben beide großes Glück,
verschwinden nur für eine Weile
und kehren jedes Mal zurück.

Sonst wäre das für mich kein Leben,
alles so trostlos, traurig, leer,
und meine Sehnsucht nach der Rückkehr,
hätte wohl keine Zukunft mehr.

Hans Lehrer