Zwei Hände

Zwei Hände

Du hast zwei wunderbare Hände,
erfreust und hilfst damit zugleich,
spieltest Klavier in deiner Jugend,
machtest die Herzen alle reich.

Entlocktest deiner Flöte Töne,
sie waren überirdisch schön,
du maltest meisterhafte Bilder,
wie man sie selten kriegt zu seh'n.

Mit deinen Händen heilst du Kranke,
auf dem Gebiet der Chirurgie,
erlöst sie schnell von ihren Ängsten,
befreist von ihren Schmerzen sie.

Nicht Geiz lähmt deine guten Hände,
großzügig gibst das Geld du aus,
damit die Deinen, die du lieb hast,
es gut haben, bei dir zu Haus'.

Stets weiß die rechte deiner Hände,
was deine linke Hand so tut,
sich selbst und andre zu belügen,
dazu fehlt dir einfach der Mut.

Die Seele, die wir alle suchen,
du weißt, wo sie zu finden ist,
in deinen Händen wirkt sie Wunder,
weil du von Gott berufen bist.

Du faltest zum Gebet die Hände,
mög' Gott erbarmen meiner sich,
auch du kannst dich auf mich verlassen,
ich lasse dich niemals im Stich.

Hans Lehrer