Das Geisterhaus

Das Geisterhaus

Ein letztes Mal blick' ich auf Kirn,
dann geht es heimwärts zu,
das Haus, in dem ich gerne war,
hat vor mir seine Ruh'.

Womöglich wird's ihm langweilig,
niemand geht ein und aus,
geschlossen sind die Jalousien,
nur Geister sind im Haus.

Vertreiben unerwünschte Gäst',
mit unsichtbarer Macht,
von Gott erhalten Ausgang sie,
besonders in der Nacht.

Sie kennen keinen weiten Weg,
der immer vor mir liegt,
wenn mich das schöne Haus in Kirn,
zu sehen wieder kriegt.

Sollte mein letztes Stündlein einst,
schlagen in diesem Haus,
der Weg zum Friedhof ist nicht weit,
wenn sie mich tragen raus.

Als Geist kehr' ich ins Haus zurück,
wenn Gott mir Ausgang gibt,
vertraut ist jeder Winkel mir,
den ich so sehr geliebt.

Hans Lehrer