Stimmen in der Natur

Stimmen in der Natur

Gott gab seinen Lebewesen
Stimmen, um sich kundzutun,
dass sie sprechen miteinander
und sich wieder auszuruh'n.

Bienen summen, Frösche quaken,
Gänse schnattern aufgeregt,
fängt die Henne an zu gackern,
wird ins Nest ein Ei gelegt.

Früh am Morgen zwitschern Vögel
und es kräht von fern ein Hahn,
damit wollen sie verkünden,
dass ein neuer Tag bricht an.

Katze, die im Haus gewesen,
möchte gern zur Tür hinaus,
macht sich mit „miau“ bemerkbar,
geht auf Jagd nach einer Maus.

Pferde wiehern, Hunde bellen,
Ziegen meckern wie gewohnt,
grunzt das Schwein vor Wohlbehagen,
hat sich Stallarbeit gelohnt.

Kühe muhen, Schafe blöken,
wollen auf die Weide raus,
wo die Grillen bereits zirpen,
nur noch leise piepst die Maus.

Früher heulten oft die Wölfe,
Bären brummten tief im Wald,
immer noch hört man den Kuckuck,
wenn es Frühling wird schon bald.

Esels Laute klingen bayrisch,
wenn er schreit „I-ah ... I-ah“,
damit bleibt er Stimmensieger,
Immigrant aus Afrika.

Mit den meisten Fähigkeiten,
stattet Gott den Menschen aus,
er kann singen, lachen, weinen,
spricht er nicht mehr, ist es aus.

Hans Lehrer