Die Menschen

Die Menschen

Der Mensch ist die Krone der Schöpfung,
all mein Respekt gilt ihm,
doch darf es nie so weit kommen,
dass ich ihm hörig bin.

Es gibt ihn, so wie es mich gibt,
treff' ihn auf Schritt und Tritt,
ist er ans Herz mir gewachsen,
nehm' ich ein Stück ihn mit.

Die meisten Menschen sind fremd mir,
fast schon unangenehm,
äußerlich sind wir uns ähnlich,
oft will ich keinen seh'n.

Vor vielen Menschen hab' Angst ich,
sie könnten mir was tun,
ich muss mich nicht länger fürchten,
wenn ich friedvoll werd' ruh'n.

Als Tote werden die Menschen,
Teil der Vergangenheit,
vorher plagt mich noch die Neugier,
was bringt die Ewigkeit.

Der Mensch bleibt für mich ein Rätsel,
warum es ihn wohl gibt,
der Unruhe in die Welt bringt,
sich selbst am meisten liebt.

Hans Lehrer