Gefährliches Alter

Gefährliches Alter

Im Alter wächst die Ungeduld,
der Starrsinn nimmt leicht zu,
aus Vorsicht mauert man sich ein,
findet doch keine Ruh'.

Regt sich oft über Menschen auf,
denen die Schuld man gibt,
dass Harmonie verloren geht,
sie deshalb nicht mehr liebt.

Was einst vertraut war, wird jetzt fremd,
beim Rundgang durch die Stadt,
in der man einst geboren ist,
sich viel verändert hat.

Gespannt schlägt man die Zeitung auf,
schaut, wer gestorben ist,
bekommt ein ungutes Gefühl,
wenn man die Namen liest.

Die Jahre, die zurück man zählt,
werden im Leben mehr,
die Zeit, die einem noch verbleibt,
nimmt man zum Grübeln her.

Aus Fehlern, die man einst beging,
sollten wir werden klug,
kaum einer hat dazu gelernt,
dazu fehlt es an Mut.

An Mutters Hand betraten wir,
einst diese schöne Welt,
mit Vater gehen wir dorthin,
wo's allen uns gefällt.

Hans Lehrer