Gerd Grüber - ein Fünfundsiebziger

Gerd Grüber - ein Fünfundsiebziger

Heut' gilt es einen Mann zu ehren,
der für die Szene viel getan,
der einst für Recht und Ordnung sorgte,
der alles weiß und sehr viel kann.

Er ist mit dem PC beschäftigt,
und LUGMAN's graue Eminenz,
der alle Mitglieder verwaltet,
kraft seines Amts und der Potenz.

Er liebt die Klassik über alles,
bläst kaum mehr selbst ein Instrument,
hört er den Anfang eines Stückes,
er gleich die ganze Oper kennt.

Er wohnt in seinem Haus in Mannheim,
dort liegt es an der "freien Luft",
die leider oft ist arg verpestet,
durch seinen Zigarettenduft.

Die Zimmer, dadurch gelb geworden,
sind weder groß noch sind sie klein,
was stört, das ist der viele Krimskrams,
deswegen kommt man schlecht hinein.

Ein Tag der off'nen Tür ist heute,
Hoch Gerd beschert viel Sonnenschein,
selbst kocht er auf wie Alfons Schuhbeck,
hofft, alle werden hungrig sein.

Der sie-ben-und-zwan-zig-ste August,
genau vor fünfundsiebzig Jahr,
war wohl sein schönster Tag im Leben,
Frau Grüber unsern Gerd gebar.

Seitdem erzählt er viele Witze,
worüber oft gar niemand lacht,
weil er sie gern' zieht in die Länge
und gleich einen Roman draus macht.

Drei Viertel des Jahrhunderts hat er,
mit diesem Tag' heute geschafft
und für die Jahre, die noch folgen,
mög' Gott ihm geben volle Kraft.

Drum wünschen wir von ganzem Herzen,
dir zum Geburtstag recht viel Glück,
Gesundheit und ein langes Leben
und ab und zu ein Schnäppchenstück.

Hans Lehrer