Leiser Abschied

Leiser Abschied

Lebwohl du zauberhaftes Kirn,
der Abschied fällt uns schwer,
dem Klaus, der dort geboren ist,
um einiges noch mehr.

Der Ilse unsrer Nachbarin,
bricht es dabei das Herz,
so sehr ergreift die alte Frau,
ein tiefer Abschiedsschmerz.

Wer weiß, ob ich das noch erleb',
so denkt sie insgeheim,
kämen die Buben bald zurück,
wär' ich nicht mehr allein.

Man kann, solange es uns gibt,
nicht gleichzeitig wo sein,
die Lücke, die oftmals entsteht,
verdrängt den Sonnenschein.

Der Abschied ist ein Vorgeschmack,
auf das was einem blüht,
für immer seine Augen schließt
und doch Verborgnes sieht.

Hans Lehrer