Vom Prellbock zum Sündenbock

Vom Prellbock zum Sündenbock

Leute haben große Ängste,
fürchten vor der Zukunft sich,
dass man sich um sie nicht kümmert
und der Staat sie lässt im Stich.

Gehen lautstark auf die Straße,
fordern ihre Rechte ein,
wollen ernst genommen werden
und nicht mehr der Prellbock sein.

Suchen selbst sich Sündenböcke,
denen man die Schuld jetzt gibt,
die Politiker der Mitte,
sind bei ihnen unbeliebt.

Fühlen sich ungleich behandelt,
nagen schon am Hungertuch,
sehen in der Flüchtlingsschwemme,
einen gottverdammten Fluch.

Rattenfängern geht es darum,
wie man ihre Ängste schürt
und am Schicksal armer Menschen,
keinerlei Mitleid verspürt.

Wer noch Augen hat, der sehe,
Zeiten stehen längst auf Sturm,
Welt befindet sich im Umbruch,
Mensch ist hilflos, wie ein Wurm.

Hans Lehrer