Beim Zahnarzt

Beim Zahnarzt

Auf dem Zahnarztstuhle sitzend,
kommt mir manches in den Sinn,
ein bis zweimal alle Jahre,
gehe ich zur Nachschau hin.

Um das Essen klein zu kriegen,
sind dafür die Zähne da,
sie beginnen erst zu wachsen,
nach dem zweiten Lebensjahr.

Nennt sie dann die ersten Zähne,
schimmern weiß im Kindermund,
wie die Milch ist ihre Farbe,
noch sind alle kerngesund.

Mit der Zeit verliert man diese,
neue Zähne folgen nach,
putzt sie fest nach jeder Mahlzeit,
sonst gibt es bald Ungemach.

Zucker sollte man vermeiden,
der sich in den Zahnschmelz frisst,
es entstehen dabei Löcher,
wobei nicht zu spaßen ist.

Denn der Zahnarzt mit dem Bohrer,
setzt einem oft ganz schön zu,
wird ein fauler Zahn gerissen,
hat man wieder seine Ruh'.

Eingesetzt werden die Zähne,
wenn man selbst keine mehr hat,
falsche Zähne halten meistens,
bis man beißen muss ins Gras.

Meinen Zahnarzt kann ich loben,
bin mit ihm sogar per du,
er umarmt mich gar zum Abschied,
und winkt mir noch lächelnd zu.

Will einer die Anschrift haben,
kriegt er sie gleich liebend gern,
wohlgemerkt nur die vom Zahnarzt,
er heißt Jochen Eins mit Stern.

Hans Lehrer