Flaschenpfand

Flaschenpfand

Als stünd' der Tod vor meiner Tür,
so ist mir heut' zumute,
spürt meine Ausweglosigkeit,
will mich befrei'n der Gute.

Erloschen ist die Freud' in mir,
halte mir zu die Ohren,
schließe die Augen wehmutsvoll,
den Kampf hab' ich verloren.

Gleichgültig sind die Leute mir,
will niemandem begegnen,
mein größter Wunsch, der mir verbleibt,
ist Gott möge mich segnen.

Mein Bündel, das ich schnüren will,
enthält meine Gedanken,
ich breite vor dem Herrn sie aus,
lass' hinter mir die Schranken.

Es war nicht alles nur umsonst,
bin davon überzeugt,
die Hoffnung gibt mir neuen Mut,
dass Gott den Weg mir zeigt.

Verstand und Seele gehen ihn,
gemeinsam Hand in Hand
und wie versprochen, löst Gott ein,
einmal das Flaschenpfand.

Wichtiger als das Flaschenpfand,
ist mir sein Liebesschwur
ich trenne mich niemals von ihm
singe mit ihm im Chor.

Hans Lehrer