Gut und böse

Gut und böse

Als Kind teilte die Welt ich,
in schön und hässlich ein,
liebte die Seen und Berge,
wollte gern draußen sein.

Erst war das Entlein hässlich,
dann wurde draus ein Schwan,
so endete ein Märchen,
das ich wortwörtlich nahm.

Menschen, die mich nicht mochten,
hässlich waren zu mir,
ließen als Kind mich leiden,
konnte doch nichts dafür.

Im Alter teil' die Welt ich,
in gut und böse ein,
schaue nicht auf die Hülle,
es zählt das Herz allein.

Sanftmut und Nächstenliebe,
sind eine Eigenschaft,
die gute Menschen haben,
Böses Unfrieden schafft.

Will zunächst es versuchen,
zu allen gut zu sein,
sind sie mir wohl gesonnen,
bin ich kaum mehr allein.

Das Böse gilt's zu meiden,
ihm geh' ich aus dem Weg,
suche mich Gott zu nähern,
er führt Gutes zum Sieg.

Hans Lehrer