Bettgedanken

Nachts, wenn ich im Bett drin liege,
Augen fallen mir nicht zu,
Gedanken quälen mich zu Tode,
komme nicht zu meiner Ruh'.

Ist geschehen viel am Tage
und die Aufregung war groß,
die Enttäuschung ziemlich bitter,
Glück fiel mir nicht in den Schoß.

Wehmut erhält eine Pause,
rufe im Gebet Gott an,
spendet Trost und macht mich müde,
dass ich endlich schlafen kann.

Geh' im Traum auf eine Reise,
treffe Menschen, die ich mag,
wache auf, bevor ich ihnen,
noch auf Wiedersehen sag'.

Neuer Tag und neues Leben,
werde dazu nicht gefragt,
lasse mich gern' überraschen,
verloren hat, wer schnell verzagt.

Vom letzten Schlaf den wir erleben,
ist noch niemand aufgewacht,
liegt ein Lächeln auf den Lippen,
hat uns Gott dazu gebracht.

Hans Lehrer


Hans Lehrer · 17.08.2018

Alle Bilder und Texte auf diesen Seiten sind urheberrechtlich geschützt.
Nachdruck auch auszugsweise nur mit Genehmigung des Verfassers.