Das Monster

Das Monster
Das Monster

Statt Finger hat es Krallen,
ein Herz, so hart wie Stein
und braucht sich nicht zu wundern,
zum Schluss bleibt es allein.

Das Monster sinnt auf Rache,
in ihm wächst blanker Neid,
Gott möge es bestrafen,
dafür ist's höchste Zeit.

Die Lust andre zu quälen,
steckt einfach in ihm drin,
herrschsüchtig war es immer,
hat Übles nur im Sinn.

Als Ausgeburt des Bösen,
schloss es den Höllenbund,
stürzt viele ins Verderben
und treibt es gar zu bunt.

Längst spüre ich das Alter,
die Kräfte lassen nach,
das Monster macht nur Kummer,
es schaufelt mir mein Grab.

Kein Wunder, wenn die Mutter
auch eine Hexe war
und sie vor vielen Jahren,
ein Monsterkind gebar.

Wenn Blicke töten könnten,
wäre ich schon längst tot,
die Flucht hab' ich ergriffen,
in meiner großen Not.

Mit seinen Forderungen,
will es vernichten mich,
doch meine armen Seelen,
lassen mich nicht im Stich.

Hans Lehrer


Hans Lehrer · 07.02.2018

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