Fasching einst und jetzt

Fasching einst und jetzt

Maskiert zu geh'n auf Fasching,
war meine größte Freud',
wenn mich unter der Schminke,
erkannten nicht die Leut'.

Wir kauften keine Masken,
hatten dazu kein Geld,
schlüpfte ins Kleid der Schwester,
spielte die Frau von Welt.

Wagte mich auf die Straße,
anfangs mit scheuem Blick
und lief dann mit den andern,
im Haufen einfach mit.

Fasching einst und jetzt

Vorn spielte die Kapelle,
die Stimmung war famos,
heute am Faschingssonntag,
war überall was los.

Bewarfen mit Konfetti,
die Leute um uns rum,
nippten am Bierglas heimlich,
nahm keiner es uns krumm.

Ich habe keine Lust mehr,
heut' noch maskiert zu geh'n,
wie es in mir drin ausschaut,
kann jeder von euch seh'n.

Hans Lehrer


Hans Lehrer · 11.02.2018

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