Himmelfahrt

Himmelfahrt

Sollte ich einst auferstehen,
hab' ich jetzt schon ein Problem,
wie ich mit den Feinden umgeh',
wenn wir uns zuweilen seh'n.

Mach' ich um sie einen Bogen,
weiche ihnen besser aus,
wurden längst aus Feinden Engel,
In des Vaters großem Haus?

Friede herrscht im Himmel droben,
seit dem Sturz des Luzifer,
Neid und Hass gibt's in der Hölle,
daran glaub' ich immer mehr.

Wenn es stimmt, was Jesus sagte,
machte er den Armen Mut,
lässt sie vorne bei sich sitzen,
was lang währt, wird endlich gut.

„Lasst die Kleinen zu mir kommen,
ihrer ist das Himmelreich“,
Jesus hat ein Herz für Kinder
und es ist besonders weich.

Für die Reichen ist der Einlass,
so eng wie ein Nadelöhr,
als Kamel da durchzukommen,
tun die meisten sich recht schwer.

Wer viel fragt, der geht viel irre,
mache mir nicht viel daraus,
lass' mich einfach überraschen,
ob ich's schaffe bis hinauf.

Hans Lehrer


Hans Lehrer · 10.05.2018

Alle Bilder und Texte auf diesen Seiten sind urheberrechtlich geschützt.
Nachdruck auch auszugsweise nur mit Genehmigung des Verfassers.