Trübe Aussichten

Trübe Aussichten

Wie gewonnen, so zerronnen,
alles geht den Bach hinunter,
unsre Welt wird immer grauer,
Menschheit treibt es täglich bunter.

Rasch werden aus Freunden Feinde,
jeder denkt, er sei der Beste,
Welt wird missbraucht und geplündert,
sind auf Erden doch nur Gäste.

Einigkeit und Recht und Freiheit,
dieser Wunschtraum wird nicht wahr,
Egoismus, Neid und Rache,
bringen Menschen in Gefahr.

Hat Gott wirklich einst erschaffen,
uns nach seinem Ebenbild?
Alle müssten braver werden,
sich benehmen nicht so wild.

Glücklich kann sich jeder schätzen,
findet er den zweiten Schuh,
erwacht in ihm die große Liebe,
schwebt dem Paradiese zu.

Hans Lehrer


Hans Lehrer · 27.01.2018

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