Vom Fischer und seiner Frau

Vom Fischer und seiner Frau

„Manntje, Manntje, Timpe Te,
Buttje, Buttje inne See,
myne Fru de Ilsebill
will nich so, as ik wol will“
(Brüder Grimm)

Im Märchen heißt sie Ilsebill,
sie ist nicht sehr bescheiden,
drängt ihren Mann etwas zu tun,
bestraft werden die beiden.

Beim Fisch, dem er die Freiheit schenkt,
hat einen Wunsch er frei,
aus einem Wunsch macht seine Frau,
die nie genug kriegt, drei.

Doch als sie gar Gott werden will,
platzt diesem Fisch der Kragen,
sie muss zurück zum Pissepot
und hat nicht mehr das Sagen.

Für ihren Mann tut es mir leid,
weil er so dumm gewesen,
von ihren Augen jeden Wunsch,
einfach zur abzulesen.

Hans Lehrer


Hans Lehrer · 09.08.2018

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