Zurück zur Natur

Zurück zur Natur

So manches schuld' ich der Natur,
das ich ihr hab' genommen,
brauchte zum Leben dies und das,
sie war mir wohlgesonnen.

Ich pflückte Blumen da und dort,
ohne zu überlegen,
dass Bienen sich davon ernähr'n
und uns den Honig geben.

Damit im Winter wir nicht frier'n,
schenkt uns das Schaf die Wolle,
das Federvieh spendiert das Bett,
zu unser aller Wohle.

Vögel zwitschern, Bächlein rauschen,
das ist Musik für unser Ohr,
ohne Eintritt zu bezahlen,
lauschen wir im Wald dem Chor.

Nehmen die vier Jahreszeiten,
ein Leben lang gerne in Kauf,
genauso wie nach jeder Nacht,
am Morgen geht die Sonne auf.

An vielen Stellen dieser Welt,
wird die Natur arg zugemüllt,
die Weissagung vom Untergang,
auf diese Weise sich erfüllt.

Erschossen werden Hirsch und Reh,
man ist noch stolz darauf,
hängt als Trophäe ihr Geweih,
bei sich zu Hause auf.

Die Wälder werden abgeholzt,
will steigern den Gewinn,
der Mensch bemerkt leider zu spät,
das macht doch keinen Sinn.

Ohne den Segen der Natur,
gibt’s auf der Welt kein Leben,
deshalb will ich mich nach dem Tod,
dankbar ihr übergeben.

Will eins werden mit der Natur,
um ihr zurückzugeben,

was ich von ihr mir alles nahm,
als ich noch war am Leben.

Doch die Gedanken werden frei,
sie steigen himmelwärts,
sehr viele glauben nicht daran,
das ist die Wahrheit und kein Scherz.

Hans Lehrer


Hans Lehrer · 28.12.2018

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