Naturrausch

Naturrausch

Lebt wohl ihr Weinberghänge
und grüßt die Nahe mir,
zurück geht's an die Isar,
zum guten Münchner Bier.

Doch schon seit vielen Jahren,
schmeckt mir kein Gerstensaft,
ich trink' auch keinen Wein mehr,
der mich betrunken macht.

So bleib' ich lieber nüchtern,
erspare mir viel Leid
und schone meine Leber,
sie dankt's mir mit der Zeit.

Es fällt mir leicht der Abschied,
berauscht durch die Natur,
die ich erleben durfte,
stets folgend ihrer Spur.

Wohin ich mich auch wende,
treff' ich zuerst auf sie,
vor lauter Bäumen seh' ich,
im Rausch den Wald fast nie.

In jedem dieser Bäume,
wird Gott von uns verehrt,
der Wald, den wie nicht sehen,
er wird von uns zerstört.

Hans Lehrer


Hans Lehrer · 18.05.2019

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