Reisefieber

Kirn

Die Zelte werden abgebrochen,
die Karawane zieht nach Kirn,
im Hunsrück liegt das schöne Städtchen,
wo wir die Hunde Gassi führ'n.

Wie kommt ein Münchner an die Nahe,
zwischen der Mosel und dem Rhein?
Im Leben ist halt vieles Schicksal,
gar manche sind fort von daheim.

Der Zufall spielt oft eine Rolle,
dem man am Ende sich ergibt,
der tiefe Grund liegt eher darin,
Hals über Kopf ist man verliebt.

Die Karawane lässt sich nieder,
lauscht dem Gesang der Loreley,
vergisst das Hofbräuhaus in München
und auch das Bier vom Löwenbräu.

Dafür gibt es Wein von der Nahe,
edel ist dieser Rebensaft,
in Schoppengläsern gern getrunken,
Gefühl der Seligkeit verschafft.

Doch irgendwann verspürt man Heimweh
und sehnt sich nach dem Isarstrand,
wo aus der Ferne Berge grüßen,
mein Leben seinen Anfang fand.

Hans Lehrer


Hans Lehrer · 02.04.2019

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