Schieflage

Die Schnecke hat ein Haus,
zieht sich dorthin zurück,
der Igel rollt sich ein,
die Stacheln sind sein Glück.

Die Maus ergreift die Flucht,
verschwindet schnell im Loch,
der Vogel fliegt davon,
die Katze fängt ihn doch.

Um unser Gleichgewicht,
bemüht sich die Natur,
was man zum Leben braucht,
versteh'n oft Tiere nur.

Die Flinte nutzt der Mensch,
geht damit auf die Jagd,
erschießt das scheue Wild
und wird nicht angeklagt.

Die Angel wirft er aus,
will fangen einen Fisch,
wehrlos ist dieses Tier,
daheim kommt's auf den Tisch.

Abriss

Am Blut des armen Stiers,
ergötzt man sich beim Kampf,
qualvoll geht er zugrund',
den Sieger ziert ein Kranz.

Durch unmenschliche Gier,
stimmt nichts mehr auf der Welt,
wie lange noch dem Herrn,
das, was er sieht, gefällt?

Erdüberlastung droht,
Ressourcen aufgebraucht,
noch immer schaut man zu,
dass der Kamin auch raucht.

Der Wald ist in Gefahr,
die Hitze setzt ihm zu,
als erstes stirbt der Wald,
als nächstes bist es Du!

Hans Lehrer


Hans Lehrer · 28.07.2019

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