Wechselbäder

Wechselbäder

Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt,
so geht es mir fast jeden Tag,
das Leben ist ein auf und ab,
fängt an in der Wiege, endet im Grab.

Bäume werden ausgerissen,
so lang die Kraft dazu noch reicht,
jedoch wächst keiner in den Himmel,
vorher das Leben aus ihm entweicht.

Glück braucht der Mensch mit Gottes Hilfe,
setzt die Erleuchtung dankbar um,
kann Geschriebenes gut lesen,
macht seine Finger dafür krumm.

Fünf von ihnen bleiben übrig,
an ihnen zähl' ich es mir ab,
wie viel Zeit mir noch vergönnt ist,
was ich zu schaffen noch vermag,

Ich lasse dabei den Kopf nicht hängen,
wie ich als Junge oftmals sang,
sonst könnt' die Sterne ich nicht sehen,
auch nicht, wo es geht entlang.

Hans Lehrer


Hans Lehrer · 25.04.2019

Alle Bilder und Texte auf diesen Seiten sind urheberrechtlich geschützt.
Nachdruck auch auszugsweise nur mit Genehmigung des Verfassers.