Himmlische Töne

Trotz meines Alters höre ich,
Gott sei's gedankt recht gut,
ich brauche noch kein „Kind im Ohr“
und schöpfe frischen Mut.

Wie viel es schon geschlagen hat,
verrät mir meine Uhr,
die noch von meinen Eltern stammt,
ich muss sie aufzieh'n nur.

Dem Lied der Vögel lausche ich,
draußen in der Natur,
ich hör' ein Bächlein wie es rauscht
und folge seiner Spur.

Himmlische Töne

Der Wind pfeift um die Ohren mir,
wenn ich spazieren geh',
oder auf dem hohen Berg,
die Welt von oben seh'.

Der Lärm von Menschen regt mich auf,
tut in den Ohren weh,
von ihm werde ich erst erlöst,
wenn ich für immer geh'.

Dem lieben Gott verdanken wir,
die Stimmen auf der Welt,
wir wollen loben ihn damit,
weil es ihm so gefällt.

Hans Lehrer


Hans Lehrer · 26.04.2020

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