Mein Lebenswille

Mein Lebenswille

Ich möchte meinen letzten Lebensabschnitt ohne große Aufregungen, in Anstand und Würde, hinter mich bringen. Dabei interessieren mich nur noch Dinge, die zum Leben und darüber hinaus nötig und wichtig sind.

Meinen letzten Weg werde ich allein antreten. Deshalb ist es gut, mich an das Alleinsein langsam zu gewöhnen. Ich möchte in die Stille hineinhorchen und schrille Töne, die an mein Ohr dringen und eine Disharmonie in mir erzeugen, abwehren, indem ich mir beide Ohren zuhalte.

Ich habe viel erlebt. Dafür bin ich dankbar; denn alle diese Erlebnisse halfen mir, den Sinn des Lebens zu ergründen, der darin besteht, loslassen zu können und nichts zu erzwingen.

Ich habe versucht, den hässlichen und langweiligen Dingen im Leben aus dem Weg zu gehen, nichts zur Routine werden zu lassen, niemandem hinterherzulaufen und keinem zur Last zu fallen.

Ich möchte so leben, als ob der heutige Tag mein letzter wäre und bin dennoch neugierig auf den kommenden Morgen. Ich versuche stets gerecht zu handeln, um meinem Lebensmotto gerecht zu werden, welches da lautet:

„Menschlich blei'm!“

Jetzt habe ich noch mit keinem Wort den Namen Gottes erwähnt, den ich oft anflehe, mir beizustehen, der mir Trost spendet. Ich habe ihn in Jerusalem besucht und war ihm in Mekka auf der Wallfahrt sehr nahe. Ich treffe auf ihn jeden Tag draußen in seiner Natur, die er erschaffen hat und bin froh, dass es Gott in vielfältiger Art und Weise gibt. Niemand hat bis jetzt das Gegenteil beweisen können und das ist gut so.

Hans Lehrer der Federfuchser


Hans Lehrer · 01.02.2020

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