Schön wär's!

Schön wär's!

Mit dem Knoblauch, den ich esse,
den Tod vor Augen ich vergesse,
entsetzt weicht er vor mir zurück,
mein Atem taugt ihm nicht, zum Glück.

Er lässt die Finger ganz von mir
und dreht sich um an meiner Tür.
vor ihm hab' ich jetzt endlich Ruh'
und ziehe wieder an die Schuh'.

Mache erneut es mir bequem,
den Tod will ich nie wieder seh'n.
Durch das Fenster kommt ein Geist,
den Weg er meiner Seele weist.

Er bringt sie zu der Himmelstür,
wo ich gleich Gottes Nähe spür'.
Viel Freude wird dort oben sein,
Petrus lässt mich Sünder rein.

Wie's weitergeht, weiß ich noch nicht,
die arme Seele kriegt ihr Licht,
ewige Ruh' kehrt bei ihr ein
hoffentlich bleibt sie nicht allein.

Ich kenne nur vom Hören sagen,
die Vorfahren und werd' sie fragen,
ob sie ab jetzt mich oft begleiten,
erzählen mir von alten Zeiten.

Was hernach kommt, wird man erst sehen,
wenn Gottes Wille wird geschehen.
Dazu reicht mein Verstand nicht aus,
bleib' bis auf weiteres zu Haus'.

Hans Lehrer


Hans Lehrer · 01.04.2020

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