Zwischen Almrausch und Koran

Der Truderinger Hans Lehrer, Vorsitzender für das Sachgebiet Presse und Öffentlichkeitsarbeit beim Bayerischen Trachtenverband, ist am 21. September 2004 um 19.45 Uhr Referent bei den Islamwochen in Nürnberg und stellt sein Leben zwischen zwei Welten vor.

Als Wanderer zwischen zwei Welten, die scheinbar gar nichts miteinander zu tun haben, lebt Hans Lehrer seit nunmehr 40 Jahren. Bodenständig aufgewachsen in einer Truderinger Bauernfamilie reiste er 1962 nach Israel, um dort in einem Kibbuz zu arbeiten. Hieraus wurzelt seine Liebe zum Orient; er trat zum Islam über und lernte orientalische Sprachen. Von seiner Pilgerfahrt nach Mekka zurückgekehrt, heiratete er 1973 die junge Rahime aus Anatolien. Als türkischer Dolmetscher der Stadt München genießt er bei den Muslimen ein großes Vertrauen, während er sich im Bayerischen Trachtenverband seit 8 Jahren an führender Stelle nicht nur verstärkt für bayerisches Brauchtum, sondern auch leidenschaftlich für die Völkerverständigung engagiert. Auf Einladung der Begegnungsstube Medina e.V., einer Einrichtung, die sich seit Jahren durch unterschiedliche Veranstaltungen für einen interkulturellen und interreligiösen Dialog bemüht, berichtet nun Hans Lehrer im Rahmen der Islamwochen 2004 am 21. September 2004, um 19.45 Uhr im Bildungszentrum der Stadt Nürnberg, Gewerbemuseumsplatz 2, Zimmer 3.11, aus seinem ungewöhnlichen Leben als Bayer und Moslem und will dadurch eine “Brücke” schlagen zwischen seinen christlichen Kameraden und seinen türkischen Freunden, von denen er sich wünscht, dass sie aufeinander zugehen und voneinander lernen, damit ein friedvolles Zusammenleben in unserer multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft möglich ist.

H.L.