Leserbrief

zu dem Artikel: Homosexuelle keine Priester
MM 16./17.7.2005


Ist homosexuelle Veranlagung eine Sünde?

Die Veranlagung zur Homosexualität kann sich niemand heraussuchen und ist eine Tatsache, mit der jeder Betroffene selbst fertig werden und damit auch umgehen muss. Bei der katholischen Kirche mit ihrer neuen Führung wird sie jedoch wie eine Erbsünde behandelt und knüpft an mittelalterliche Denkweisen an. Genügt es nicht, dass im Priesteramt wider die Natur sämtliche sexuellen Empfindungen und Neigungen bekämpft werden müssen, um wie die Engel geschlechtslos zu wirken und nicht in der Sünde zu leben? Nein, allein schon die “Veranlagung” ist nach der Lehre der Kirche sündhaft und zieht als Strafe den Ausschluss vom Priesteramt nach sich. Es wird übrigens vermutet, dass eine hohe Prozentzahl aller katholischen Priester bis hinauf in die höchsten Ämter homosexuell veranlagt ist. Sollen sie alle den Priesterrock jetzt ausziehen?

Hans Lehrer