Willy Schultes

Einer der letzten Volksschauspieler von früher ist Willi Schultes. Er wurde am 28. Januar 1920 um 3 Uhr in der Früh in München, in der Valleystraße geboren. Damit ist er ein Angehöriger des “Grafen Sentilo”, wie er selbst behauptet. In seiner Geburtsurkunde ist neben München auch der “Volksstaat Bayern” angegeben.
Er besuchte die Gotzinger Schule und kam mit 10 Jahren zum Rundfunk, wo er einer Einladung zum “Rundfunkkasperl” gefolgt war.

Bereits 1933 trat er im Volkstheater in der Herzog-Spital-Straße auf, und 1936 wirkte er als jüngster Darsteller in seinem ersten Ufa-Spielfilm mit dem Titel “Standschützen” mit. Weitere Rollen übernahm er im Staatstheater in München in der Reitmorstraße, bis er 1940 zur Wehrmacht eingezogen wurde. 1943 kam er in russische Gefangenschaft und kehrte erst 1950 wieder nach München heim. Dort traf er Emil Vierlinger, der ihn wieder zum Funk brachte. Film und Fernsehen folgten. Gerne erinnert er sich an seine Glanzrolle im “Bauerndoktor von Bayerischzell” mit Paula Braend.

Im Laufe seiner langen Künstlerlaufbahn ´wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz am Band, dem Bayerischen Verdienstorden und der Medaille “München leuchtet” ausgezeichnet.

Hans Lehrer