Die Sünde

Nicht auf die Lehre der Kirche kommt es dabei letztlich an, sondern allein auf die Liebe Gottes. Martin Luther meint in einem Brief an Philipp Melanchton am 1. August 1521: “Sündige tapfer - aber tapferer glaube” und an anderer Stelle sagt er: “ Steh dazu, dass du ein Sünder bist und bleibst - und sieh der Sünde unerschrocken ins Gesicht. Mach nicht kehrt vor den Abgründen deines Lebens, sondern schau hinab in die Tiefen. Dort wirst du Christus finden, der allein dich retten kann!” Jesus geht es beim Thema “Sünde” weder um die moralische Aburteilung fehlbarer Menschen noch um die Erfüllung von Gesetzen.

Deshalb sollte es im 21. Jahrhundert möglich sein, auf eine nicht moralisierende sondern auf eine befreiende Art über Sünde zu sprechen. Der vergebende, liebende Christus tritt an die Stelle des erhobenen moralischen Zeigefingers. Die personifizierte Liebe Gottes, Christus, ist stärker als das Über-Ich, das über Generationen von der moralischen Instanz Kirche produzierte schlechte Gewissen.

(Aus einem evangelischen Sonntagsblatt)

Die Kirche ist ein Biotop für homosexuelle Reptilien,
die im Schlamm auf ihre Opfer lauern,
zuschnappen und sich dann wieder feige im Schlamm verkriechen.

(Gedanken zum Ökumenischen Kirchentag)