Leserbrief zum Artikel im Münchner Merkur

Alawiten in Syrien von Werner Menner vom 3. September 2012

Zu dem höchst interessanten Artikel möchte ich nur folgendes richtig stellen. Es heißt nicht in der ersten Sure des Koran: “Es gibt keinen Gott außer Gott.” Vielmehr wird Gott angefleht, die Gläubigen auf den geraden Weg zu führen, den Weg derer, denen er Gnade erwiesen hat und die nicht seinem Zorn verfallen sind und nicht irregehen! Ein Gelehrter in Mekka hat mir diesen Satz einst folgendermaßen erklärt und mich in Staunen versetzt: Die dem Zorn Gottes Verfallenen sind die Juden und die Irrgänger sind die Christen! Das sind ja schöne Aussichten für alle Andersgläubigen.

In der Sure 112 (al ihlas) steht, dass Gott ein einziger ist, der weder Kinder gezeugt hat, noch selbst gezeugt worden ist und somit Jesus als Sohn Gottes nicht in Frage kommt. Das islamische Glaubensbekenntnis besteht aus einem Satz: “Es gibt keinen Gott außer Gott ... mit dem Zusatz, dass Muhammed sein Prophet ist. Wer diesen Satz fehlerfrei und mit Überzeugung aufsagen kann, bekennt sich zum Islam und ist Moslem. So einfach geht das.

Hans Lehrer