Flüchtlinge

Einer flüchtet vor dem andern,
das hat Gott so nicht gewollt,
unter Missbrauch seines Namens,
werden Unschuldige verfolgt.

Sie verlassen ihre Heimat,
ihre Häuser, ihre Stadt,
nehmen auf sich die Gefahren,
waghalsig die Überfahrt.

Sie sind nirgendwo willkommen,
allzu groß ist ihre Zahl,
Länder schließen ihre Grenzen,
grenzenlos ist nur die Qual.

Werden hin und hergeschoben,
Angst besteht in jedem Land,
dass die Fremden sich vermehren,
streckt man ihnen aus die Hand.

Macht man sich einmal die Mühe,
forscht in der Vergangenheit,
waren viele unsrer Ahnen,
auf der Flucht vor langer Zeit.

Gottes Kinder sind wir alle,
niemand hat sich selbst gezeugt,
Gott will, dass von uns ein jeder,
der Verantwortung sich beugt.

Hans Lehrer